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Donnerstag, 11. September 2014

Low-carb wieder Sieger in neuer Studie!


Eine am 02.09.2014 veröffentlichte Studie zeigt uns mal wieder, war wir LCHFer schon lange wissen: Low-carb ist nicht nur die bessere Lösung zur Gewichtsabnahme, sondern auch gesünder!

148 Männer und Frauen ohne Herzkreislauf-Krankheiten und Diabetes, nahmen an der Studie teil. Sie wurden in 2 Gruppen eingeteilt: Low-carb und Low-fat.


In dieser Studie verloren die Low-carb-Teilnehmer 3x mehr Gewicht, als die Low-fat-Teilnehmer und auch die Fettmasse reduzierte sich bei den Low-carb-Teilnehmern wesentlich mehr.

Außerdem hatten die Teilnehmer mit der Low-carb-Diät bessere Cholesterinwerte! Das Argument, dass fettes Essen unsere Cholesterinwerte ruinieren, ist sohin offiziell entkräftet. Zu alle dem kommt noch, dass low-carb das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen reduziert und weniger Entzündungsherde im Körper!

Kritiker könnten jetzt einwenden, dass die Studie sicher von einem Butter-Konzern finanziert wurde. Aber nix! Die Studie wurde vom National Institute of Health finanziert und ist sohin unabhängig.

Die Fett-Revolution kommt also immer näher!

/little MissBennet

Sonntag, 7. September 2014

Die Fett-Revolution - Schon bald auch in Ihrer Nähe




"Das hat zu viel Fett! Willst du noch dicker werden und bald an einer Herz-Kreislauf-Krankheit sterben?" Das sind die Reaktionen auf meine Ernährung. Sie kommen von unserer Regierung, Ernährungsberatern, Bekannten und Freunden. Ja, sogar meine Großeltern und mein Vater, weisen mich nachdrücklich daraufhin, dass Fett schlecht ist.
Fett ist schlecht - Punkt. Das ist so - Punkt. Oder?

Stärker denn je wird versucht, diesen Irrtum aus unseren Köpfen zu bekommen. Jahrzehnte voll mit falschen Tipps, die zu unumstößlichen Wahrheiten geworden sind, gilt es jetzt umzustoßen und wir bekommen Verstärkung!

Das Time Magazine und The Independent schreiten zur Hilfe und decken diesen fatalen Irrtum auf.




Das Hinterfragen von konventionellem Wissen über Fett war lange ein professioneller Selbstmord für Ernährungsexperten. Ein Ernährungsexperte, der positive Effekte in der high-fat Atkins Diät gefunden hatte, wurde während einer Vorlesung ausgebuht. "Ich finde es abscheulich, dass unsere Regierung Geld für eine Studie über die Atkins Diät verschwendet.", meinte einer der Zuhörer unter Applaus von vielen.

Aber die Wahrheit ist, dass es keine soliden Beweise gibt, dass gesättigte Fette Krankheiten verursachen. Wir glauben das nur, weil uns das über ein halbes Jahrhundert hinweg, aufgrund von persönlichen Ambitionen, schlechter Wissenschaft, Befangenheit und Politik eingebläut wurde.


"Manchmal ist Wissenschaft einer starken Persönlichkeit einfach nicht gewachsen."


Unsere Angst vor gesättigten Fettsäuren begann in den 50ern, als Angel Keys verbreitete, dass erhöhtes Cholesterol zu Herzkrankheiten führt. Wir wollen glauben, dass Wissenschaft rein eine Frage von Dateneinsammlung ist und uns so immer die richtige Antwort gibt. Aber es gibt kein besseres Beispiel als Dr. Keys und seinen Anstoß zum Fett-Hass.

1955 waren fast die Hälfte aller Todesfälle in den USA aufgrund von Herzkrankheiten. Die meisten der Verstorbenen waren offenbar gesunde Menschen - plötzlich von einem Herzinfarkt geschlagen. "Eine enorme Angst ging durch die USA. Die Herzkrankheiten-Epedemie schien aus dem Nichts zu kommen.", erzählt Nina Teicholz (Autorin von The Big Fat Surprise). Waren Herzkrankheiten relativ selten 30 Jahre zuvor, waren sie jetzt die Todesursache Nr. 1 in den USA.

Dr. Key stieß mit seiner Erklärung auf desperate Zuhörer. Die American Heart Association nahm diese Erklärung mit offenen Armen entgegen und mahnte Amerikaner erstmals 1961, ihre Konsumation von gesättigten Fettsäuren dramatisch zu senken, um so Herzkrankheiten zu verhindern. Die US Regierung übernahm dies 1977 und der Rest der Welt folgte.

Er verkündete, dass erhöhtes Cholesterol - eine fettgleiche Substanz in einigen Lebensmittel und natürlich im Körper - unsere Arterien verstopft und dies zu Herzkrankheiten führt. Da Fett den LDL Cholesterol-Spiegel erhöht, schloss er den Schlusssatz, dass ein geringerer Konsum von Fett das Risiko für Herzkrankheiten reduziert. (LDL Cholesterol wird mit einem erhöhten Risiko von Herzkrankheiten in Verbindung gebracht. HDL Cholesterol hingegen senkt das Risiko.)

Seine Seven Countries Study, auf die er seine Hypothese aufbaute, hatte jedoch - wie von Experten hervorgehoben - mehrere wissenschaftliche Grundnormen ignoriert. Die Studie baute auf 13.000 Teilnehmern aus der USA, Japan und Europa. Jedoch wurden die teilnehmenden Länder nicht nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, sondern wurden handerlesen von Dr. Keys selbst gewählt (zB Jugoslawien, Finland und Italien). Länder mit einem hohen Fettkonsum, aber niedrigen Todesfällen aufgrund von Herzkrankheiten, wie Westdeutschland, Frankreich und Schweden, wurden hier gezielt ausgelassen. Diese hätten seine Theorie nicht bestätigt.

Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Sammlung von korrekten Ernährungsdaten, schloss Keys seine Studie mit Daten von weniger als 500 Teilnehmen - weit entfernt von einer statistisch signifikanten Studie.

Die Stars der Studie sollten die Teilnehmer der griechischen Insel Kreta sein. Sie aßen fast kein Fleisch oder Käse und lebten sehr lange und das mit freien Arterien. Oft wird jedoch kritisiert, dass Keys diese Daten direkt nach dem Ende des 2. Weltkriegs sammelte, wo die Insel sich noch von der Okkupation von Deutschland erholte und dadurch vorübergehend verständlicherweise einige Produkte ausschloss.

Noch mehr Verwirrend ist der Vergleich der benachbarten Insel Korfu, welche generell weniger gesättigte Fette aßen als die Bewohner von Kreta, jedoch weit höhere Raten an Herzkrankheiten vorwiesen.

Weiters erklärt er die plötzliche Herzkrankheiten-Epedemie damit, dass Amerikaner in den früheren Jahrhunderten hauptsächlich eine pflanzen-basierende Ernährung zu sich nahmen und erst im 20. Jahrhundert rotes Fleisch vermehrt auf unseren Tellern zu finden war.

Der Historiker Roger Horowitz kam nach langen Studien jedoch zu dem Schluss, dass im 19. Jahrhundert ungefähr gleich viel Fleisch gegessen wurde, als jetzt.

Seine Studie verhalf Keys sogar auf die Titelseite des TIME Magazines, wo er die Amerikaner dazu aufforderte, den Fettgehalt ihrer Ernährung um ein Drittel zu senken, wenn sie Herzkrankheiten vermeiden wollen. "Die Menschen sollten die Fakten kennen. Wenn sie sich selbst dann immer noch zu Tode essen wollen, lass sie doch.", sagte Keys damals zur TIMES.

Keys unerschütterliches Selbstvertrauen und sein Wille, alle Wissenschaftler professionell zu vernichten, war mindestens gleich wichtig wie seine umfangreiche Studie. 

Experten zeigten auf, dass viele Beweise aus der ganzen Welt gegen seine Theorie sprechen. Die Masai in Kenia wurden in den 70ern studiert. Sie aßen nichts außer Fleisch, Milch und Blut - nicht ein Gemüse - dennoch waren sie nicht Übergewichtig, ihr Cholesterol war niedrig und man konnte keinen Nachweis für Herzkrankheiten finden.

In Indien untersuchte man die Essensgewohnheiten von einer Million Eisenbahnarbeitern. Man fand, dass die Arbeiter im Norden 8-19% mehr Fett aßen, als die im Süden, aber dennoch durchschnittlich 12 Jahre länge lebten.

Eine halbe Welt weit weg, aßen die Inuit hauptsächlich Rentier, Lachs und Robben - alle mit 70-80% Fett. "Sie hätten in einem erbärmlichen Zustand sein müssen. Im Gegenteil, sie waren die gesündesten Menschen, mit denen ich je gelebt habe.", schrieb Vilhjalmur Stefansson (kanadensischer Anthropologe, der in Harvard studierte und jahrelang mit den Inuit gelebt hatte).

Keys ging zum Angriff und machte diese Studien lächerlich und unterstellte Autoren oft Wunschdenken. Ohne stichhaltige Beweise wurden die gegenteiligen Studien in den Boden gestampft. Als nichtssagend abgetan. Zu den Inuit sagte er, "Ihre bizarre Lebensweise schürt Phantasie. Unter keinen Umständen können Eskimos für Ernährungsstudien herangezogen werden.". Über einen bekannten A&M Universitätsprofessor in Texas schrieb er, "... erinnert an einen verzerrten Spiegel im House of Jokes auf einem Jahrmarkt.".

In den frühen 50er Jahren erklärte John Yudkin, Professor der Physiologie am Queen Elizabeth College, dass Zucker womöglich an Übergewicht und anderen Krankheiten schuld ist. Keys, immer bereit sich gegen Kritiker seiner Studie zu währen, attackierte daraufhin Yudkin mehrmals in wissenschaftlichen Schriften. Yudkins Idee sei ein "Berg aus Schwachsinn", schrieb  er am Ende einer 9-Seitigen Kritik.

Ironischerweise kam man in einer späteren erneuten Analyse von Keys Seven Countries Study zu dem Schluss, dass die Zuckerzufuhr besser mit Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden kann, als jeder andere Nährstoff. Keys aber "war ein großer Gegner der Zucker-Idee. Er war so sehr davon überzeugt, dass Fett Herzkrankheiten verursacht, dass er alles nur noch aus dieser Perspektive sah.", so Daan Kromhout, ein dänischer Wissenschaftler, der mit Keys an der Studie arbeitete.

Der einflussreiche britische Kardiologe Michael Oliver erklärte dem The Independent, "Es erscheint mir sehr außergewöhnlich. Ich konnte nie verstehen, woher diese riesen Emotionen bezüglich Cholesterol kommen.".

Aber Keys Alliierte kontrollieren so viele top Regierungsposten, dass Kritiker keine Studienmittel bewilligt bekamen und keine Posten in Fachgremien. Um am Ende gewannen Keys und seine Kollegen.

Dr. Walter Willet, jetzt Chef der Ernährungsfakultät an der Harvard School of Public Health, erzählt, dass er schon Mitte der 90er Jahre auf einem Gegenbeweis saß, aber keiner der führenden Amerikanischen Wisssenschafts-Zeitungen es publizieren wollte.

Das Anti-Fett-Voruteil ging Mainstream, so dass es schon bald zum Menschenverstand gehörte, Fett zu verteufeln.

Natürlich gab es auch weitere Studien, welche die von Keys untermauerten, aber auch diese hatten starke methodologische Probleme: einige beachteten das Rauchverhalten und den Alkoholkonsum nicht, oder erlaubten es Teilnehmern aus- und einzusteigen, wie sie Lust dazu hatten, oder verglichen wenig Fett-viel Kohlenhydrate mit viel-Fett-viel Kohlenhydrate, oder auch das Fitnesslevel wurde nicht beachtet. Diese Studien sind nicht aussagekräftig.

Das dämonisieren von Fett passte auch zu der entwickelten Idee, die sich auf Kalorieneinnahme und Kalorienverbrennung fokussierte. Alle glaubten, dass sich alles um die Kalorien drehte. Da Fett mehr Kalorien per Gramm enthält als Kohlenhydrate, wurde der Schlusssatz gezogen, dass sich mit weniger Fett auch die Kalorieneinnahme senken lässt. Das eine Kalorie aber nicht gleiche eine Kalorie ist, da sich nicht jeder Stoff gleich im Körper verhält, wurde nicht beachtet.

Aber früh schon konstatierte The Lancet,"Die Kur sollte nicht schädlicher als die Krankheit sein.". Sie sahen die Gefahr, dass das Reduzieren von Fett zu einem erhöhten Konsum von Kohlenhydraten führen könnte. Und genau so kam es auch. Vollkorn, Nudeln, Reis und Kartoffeln ersetzten schon bald große Teile von Fleisch, Käse und Eiern auf unseren Tellern. Das Frühstück wurde mit Cornflakes und Orangensaft ausgetauscht.

Heute isst ein Brite 46% weniger gesättigte Fette als 1975 und die Regierung von Großbritannien empfiehlt, dass 2/3 der täglichen Kalorien von Kohlenhydraten kommt.

Das Problem mit diesen Ratschlägen seit den 50ern ist, dass Kohlenhydrate auf ganz eigene Weise fett machen. Kohlenhydrate sehen auf dem Teller vielleicht nicht aus wie Zucker. Im Körper jedoch schon. Wann immer man diese isst, wird der Körper dazu stimuliert, Insulin auszugeben. Welches fantastisch effektiv ist, Fett einzulagern, aber auch die Intensität des Hungergefühls verstärkt. Dies macht es viel schwerer Gewicht zu verlieren.  Wir essen mehr, nehmen mehr Gewicht zu, fühlen uns aber nie Voll. Gleichzeitig wird durch Fruktose, der Zucker in Früchten, in der Leber Triglyzeride und andere Lipide produziert und ins Blut gebracht, welche alle zusammen schlechte Neuigkeiten bringen. Exzessive Konsumation von Kohlenhydraten führt daher nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu Typ 2 Diabetes und, sehr wahrscheinlich, zu Herzkrankheiten.

"Wir würden nie Laktose an einen Laktoseintolleranten geben, gleichzeitig geben wir aber Kohlenhydrate an Menschen, die Kohlenhydratintollerant sind - das ist unser Körper nämlich!"
Dr. Ludwig

Die Lebensmittelindustrie - und die weltweiten Ernährungsgewohnheiten - passten sich jedoch schnell an Keys Studie an. Die Läden füllten sich mit "light" Produkten und Mikrowellen-Produkte mit wenig Fett, Chips mit Käsegeschmack und Vollkornkeksen, Kuchen und anderes Süßes ohne Fett. Der Gedanke der Konsumenten war einfach: Fett ist gefährlich und dieses Produkt enthält kein Fett, also muss es gesund sein.


"Wir alle nehmen an einem enormen Ernährungsexperiment teil."
1980, President der National Academy of Science, Philip Handler

Fast 40 Jahre später sind die Resultate hier: Das Experiment war ein Disaster.

Wir haben das Fett gestrichen und wir sind ungesünder denn je. Von 1971 bis 2000 stieg der Konsum von Kohlenhydraten mit fast 15%, während der Konsum von Fett sank - wie empfohlen. Der Konsum von Mehl und Cerialien stieg mit 42%. Die Verbreitung von Typ 2 Diabetes stieg in Amerika mit 166% von 1980 bis 2012. Fast 1er von 10 Amerikanern hat es und man vermutet, dass 86 Millionen (!) Menschen Vordiabetes haben. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind immer noch die Nr. 1 Todesursache in den USA. Sogar die steigende sportliche Betätigung hat nichts beigetragen. Mehr als 1/3 der Amerikanischen Bevölkerung sind Übergewichtig - und in Europa sieht es nicht viel anders aus.


"Den Amerikanern wurde gesagt, dass sie Fett streichen sollen, um Gewicht zu verlieren und Herzkrankheiten vorzubeugen. Ein überwältigender Beweis für das Gegenteil ist gemacht worden."

Dr. David Ludwig, Director of the New Balance Foundation Obesity Prevention Center im Boston Children's Hospital

Das dämonisieren von Fett ist so sehr fehlgeschlagen; dass wir erst langsam alle Auswirkungen verstehen. 

Es klingt logisch, dass Fett uns Fett macht. You are what you eat.

Es ist unumstößlich Wahr, dass gesättigtes Fett das LDL-Cholesterol steigen lässt, welches das Risiko für Herzkrankheiten erhöht. Aber es ist komplizierter. Gesättigtes Fett erhöht auch das gute Cholesterol (HDL), welches vor Herzkrankheiten schützt. Das Erhöhen von HDL und LDL, macht gesättigte Fette zu einer "Cardio-Dusche". Die Arterien werden durchgespült. 

Weiters haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es zwei Arten von LDL Partikeln gibt: kleine, feste Partikel und große, weiche Partikel. Die großen sind harmlos. Gesättigtes Fett lässt eben diese großen Partikel steigen. Im Gegensatz dazu, lassen Kohlenhydrate die kleinen Partikel frei - die schädlichen. "Wir sind in die falsche Richtung gedrängt worden, indem wir LDL Cholesterol dämonisiert haben und nicht die einzelnen LDL Partikel untersucht und als Risikofaktor erkannt haben.", sagt Dr. Krauss.

Im Jahr 2000 entschied sich Ronald Krauss, trotz des Risikos seine Karriere zu ruinieren, die Verbindung von Fett und Herzkrankheiten zu untersuchen. 2010, nach der Untersuchung der gesamten wissenschaftlichen Literatur, kam Krauss zu dem Schluss, dass keine Verbindung zwischen gesättigten Fetten und Herzkrankheiten hergestellt werden kann.

Im März kam eine Gruppe von Wissenschaftlern, aus Fakultäten in Cambridge und Harvard,  publiziert in The Annals of Internal Medicine, zu dem selben Schluss. 

Die besten Studien aus den letzten 10 Jahren zeigen uns jetzt, dass zu viele Kohlenhydrate - auch die vermeintlich "guten", Vollkorn-Kohlenhydrate - das Risiko für Herzkrankheiten erhöhen; im Gegensatz zu einer Low-Carb Ernährung, die das Risiko senkt.

Im Kurzen: Zu viel Vollkorn-Cornflakes zum Frühstück und zu viel Vollkorn-Nudeln zum Abendessen, mit Frucht-Snacks dazwischen, ist ungesünder als eine mit Eiern, Fleisch und Fisch.

Unsere Ernährungsrichtlinien haben sind in den letzten 50 Jahren and Keys orientiert. Trotz der Kosten von einer halben Billion Pfund, um die Hypothesis zu beweisen, kamen diese Beweise nie. Gleichzeitig werden immer mehr Menschen Übergewichtig und bekommen Diabetes; Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind immer noch der Killer Nr. 1.

Dennoch fürchten Experten sich immer noch davor, den Fett-Krieg zu beenden. "Wenn man gesättigte Fette weglässt, sinkt der LDL-Cholesterolspiegel. Das ist alles was ich wissen muss.", so Dr. Robert Eckel, ehemaliger President der American Heart Association.


Ernährungswissenschaftler müssen wieder - wie in allen Wissenschaften - offen für neue Erkenntnisse und neue Debatten sein.

Es ist an der Zeit den Fett-Krieg zu beenden und eine Nach-Key-Era einzuläuten.

/little MissBennet



Quellen:
The Annals
Time
The Independent

Sonntag, 31. August 2014

Der Tag an dem ich mein Frühstück vergaß - oder - Ich habe versagt


Es hat keinen Tag gegeben, an dem ich nicht an meinen Blog gedacht habe. Aber ich hatte irgendwie keine Zeit - nie. Oder besser: Ich habe mir eingeredet ich habe keine Zeit - für nichts.

So im Nachhinein kann man das - wenn man es nett ausdrücken will - als eine Art Selbstversuch ansehen.


Weihnachten war noch gut überstanden, der neue Job hat angefangen,... Alles Neu irgendwie. Alles Gut irgendwie.

Zuhause war es überhaupt kein Problem. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, Irgendetwas mit Kohlenhydrate zu kaufen. Frühstück, Mittagessen, Abendessen - alles nach LCHF.

Da ich schon früh anfing zu Arbeiten, nahm ich mir mein Frühstück mit. Ich aß an meinem Schreibtisch, während meine Kollegen in die Kantine gingen.

Und dann kam der Tag, der alles zerstörte... Der Tag, der mich noch lange verfolgen wird...

Der Tag, an dem ich mein Frühstück vergaß.


Klingt sehr dramatisch, ist es zum Teil auch. Im Nachhinein glaube ich, dass es genausogut ein anderer Tag sein hätte können, eine Spirale hat mich einfach nach unten gezogen. Irgendwann - an irgendeinem anderen Tag - wäre es vermutlich dennoch so gekommen.

Ich war verzweifelt. Ich hatte kein Frühstück mit, würde aber bald hungrig werden, und in der Kantine gab es NUR KOHLEHYDRATE. Jedes einzige Regal, jeder winzige Winkel voll mit dem Monster.

Hilft nichts, essen muss man ja. Also ging ich mit in die Kantine - mit zu dem Monster. Aber anstatt den Belag aus der Semmel zu nehmen, biss ich rein. Kaute voller Angst, Böshaftigkeit, Trotz, Scham und Versagen darauf rum. Ich habe mich nicht gefreut, endlich eine Ausrede zu haben, wieder KH zu essen. Im Gegenteil! Ich wusste, was KH mit mir anstellen können und wie viel besser es mir jetzt ging. "Ja, hier gibt es nicht anderes! Aber du bist selbst schuld! Hättest du dein Frühstück nicht vergessen, müsstest du das hier jetzt nicht essen. Selbst Schuld. Also isst du das jetzt! So wie es ist!"

Ich habe mich selbst bestraft.

Wie viel einfacher es jedoch war, einfach etwas aus dem Regal zu nehmen, als schon Tage vorher das Frühstück planen, einkaufen, zubereiten, mitzunehmen und dann alleine auf dem Platz zu essen... Und die Spirale fing an sich zu drehen.

Ich habe langsam wieder immer mehr Kohlenhydrate gegessen. Zuerst nur 1-2x pro Woche, später immer zum Frühstück. Es schien mir einfach nicht mehr machbar, mir selbst Frühstück mitzunehmen, anstatt mir in der Kantine ein Weckerl zu kaufen.

Zuallererst dachte ich an die, die einen Cheatday einlegen. "Die essen ja dann immer einen ganzen Tag KH. Da bin ich mit meinem Frühstück sowieso noch drin, das gilt nichtmal als cheaten."

Dann mehr wie "Ok, Cheatday ist es keiner mehr, aber es ist ja nur das Frühstück. Viele Ernährungsberater sagen, dass man nur am Abend die KH weglassen soll." (Was ich von solchen Beratern halte, habe ich hier komplett verdrängt...)

Und schlussendlich sah ich es als Selbstversuch. "Die Meisten sagen sowieso, dass sie LCHF nur eine Zeit lang machen wollen und dann ihren Körper langsam wieder an KH gewöhnen, um das Gewicht zu halten. Mal schauen, ob das funktioniert." Das es dennoch meine Gesundheit zerstört - verdrängt.

Das das - wohlgemerkt in meinen Augen - Schwachsinn ist wusste ich, aber dennoch war es eine Ausrede, um mich nicht noch schlechter zu fühlen, an die ich mich festklammerte.

Mit den Nebenwirkungen kamen weitere. Ich war immer so müde, dass ich mich nach der Arbeit direkt ins Bett legen musste.

Zu müde. Zu schwach.
Kochen? Morgen.
Wäsche waschen? Morgen.
...

Und so ganz nebenbei wurde ich wieder dicker und dicker.

Das Böse ist, dass ich wirklich - Hand aufs Herz - keine Kohlenhydrate essen wollte. Irgendwie wollte ich mich bestrafen. Woher kommt das?

Ich habe versagt.

Fazit meines Selbstversuchs: Kohlenhydrate waren immer schon böse, sind böse und werden auch immer böse bleiben. Sie haben in meiner Ernährung nichts verloren.

Meine wundervolle Tante hat mich gefragt, was ich an mir schön finde. 5 Dinge sollte ich finden.

Ich fand 2.
Nach langem überlegen. Nicht so prickelnd.

Ich habe gemerkt, dass es oft mehr braucht, als nur die Ernährung umzustellen. Es ist etwas, wie mit dem Rauchen - es ist Kopfsache. Hat es im Kopf "klick" gemacht, schafft man es - wenn nicht, dann nicht. Ist man mit sich selbst nicht im reinen, wird man immer wieder - vielleicht nicht morgen oder übermorgen, aber in ein paar Jahren - wieder zurück in diese alten Gewohnheiten fallen.

Nun habe ich einen langen Weg vor mir. Nicht nur, bedarf es einer neuen Ernährungsumstellung, sondern auch einer Generalsanierung meines Ichs.

Irgendwann schaff ich es dann!

/little MissBennet

Montag, 10. Februar 2014

Eiweißbrot-Vergleich und was ich davon halte




In welches Low-carb Forum man auch schaut, Eiweißbrot ist in aller Munde.

Brot. Schon was feines oder? Das vermisse ich ehrlich gesagt am meisten. Ja, klar könnte ich mir Oopsies oder Ähnliches machen, aber mir fehlt die Zeit und die Lust und so dringend brauch ich jetzt auch kein Brot.

Aber ich vermisse es halt schon sehr. Und weil alle soviel von Eiweißbrot schwärmen, muss ich das natürlich auch probieren.

In Österreich hab ich zwei gefunden. Das Guten-Abend-Brot vom Hofer (etwas komisch der Name oder?) 14g KH/100g und das Eiweißbrot von Mestemacher beim Billa 7g KH/100g.


Das Guten-Abend-Brot sieht aus wie dunkles Toastbrot, nur viel kleiner. Ich finde es wird im Mund etwas schwammig, aber trotzdem nicht schlecht. An das echte Brot kann es aber nicht ran. Dafür kann man mit diesem Brot ganz tolle Toasts machen. Die sind echt super lecker.

Mein Problem ist nur, dass sie einfach sooo klein sind. Ich habe immer Angst, dass ich nicht satt werde (ich arbeite dran). Bei so kleinen Brotscheiben, kommt es dann schon vor, dass ich aus Angst einige mehr esse, als ich eigentlich sollte/brauche/will - einfach, weil es nach so wenig aussieht.

Leider hält es sich auch nicht so lange. Friert man es ein, ist das aber ok.

Fazit: Ok, aber zu klein. Vom Hocker haut's mich nicht.


Das Eiweißbrot vom Biller ist gleichmal um einiges größer. Eine richtig nette Portion, so eine Scheibe Brot. Und da sie relativ groß aussieht, verschwindet bei mir die Gefahr auch, dass ich 2 oder 3 Scheiben esse. Lässt sich dafür aber nicht so toll toasten.

Geschmacklich ist es echt toll. Es schmeckt sehr nach Körnchenbrot. Mit etwas Salat und viel Käse und Majo - perfekt. Und es hält sich verpackt sehr lange.

Fazit: Mein Gewinner im Vergleich.


Die Sache ist die. Es ist ja ganz toll mit den wenigen Kohlenhydraten im Brot, aber sieht man sich die Inhaltsangabe an, dann ist das wieder nicht so toll.

Es stecken wieder fast nur Inhaltsstoffe drin, die für den menschlichen Körper einfach nicht natürlich sind.

Ein Pfeiler des LCHFs ist es, natürliche Lebensmittel zu konsumieren, die wir schon seit Millionen Jahren essen. Diese Lebensmittel sind für unseren Körper geeignet.

Will man nur abnehmen - Klar, go for it! Will man aber gesund leben, sollte man auf Dauer die Finger davon lassen.

/little MissBennet

Montag, 3. Februar 2014

Mein erster Wunderling




Mit Karotten (ca 4,8g KH) sollte man zwar bei LCHF vorsichtig sein, diesem Wunderling konnte ich aber nicht widerstehen.

Was sind diese Wunderlinge überhaupt?

Billa bietet seit kurzem Gemüse und Obst an, dass für manche Augen "wunderlich" aussieht. Sie sind zu groß, zu klein, zu krumm für den "normalen Verkauf" oder haben Hagelschäden oder kleine Flecken.

Kurzum: Super Gemüse/Obst, dass sonst im Müll landen würde.

Als Enkelin einer Bäuerin weiß ich, wie Gemüse bzw Obst aussehen muss: einfach so wie es wächst. Ob klein oder groß, krumm oder gerade - es schmeckt immer. Naja, solange es nicht verdorben ist eben...

Da wir aber so verwöhnt sind, wollen wir natürlich nur das Beste. Also schaffen es natürlich gewachsene Lebensmittel kaum in den Supermarkt. Da darf kein Fleck nicht dran sein, es darf nicht krumm sein und natürlich muss alles eine Größe haben.

Habt ihr schon mal die Zucchini im Supermarkt gesehen? Alle exakt die gleiche Größe. Da wundert man sich. Weil die Natur macht uns alle unterschiedlich - auch die Lebensmittel.

Das krumme wird Tieren gegeben oder landet überhaupt auf dem Müll. Super tolle Lebensmittel - einfach in den Müll.

Langsam denken wir aber endlich um (manche zumindest, wenn man sich da mal Billas Facebook-Seite ansieht...). Mehr hin zur Nachhaltigkeit und weg von der Verschwendung.

Tolle Sache!

Billa hat den Trend erkannt und seine Wunderlinge auf dem Markt gebracht. Und bevor jetzt gleich alle schreien: Natürlich will er auch Geld damit verdienen. Was wäre das für ein blödes Unternehmen wenn nicht. Aber was juckt mich das, wenn ALLE daran gewinnen?

Ich bekomme super tolle Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, zu einem super tollen und viel billigeren Preis.

Wir bewirken ein Umdenken bei den Menschen - hin zur Natürlichkeit - und das kann man einfach nur gut heißen!

I love it!

Leider war der Spar immer viel viel näher als der Billa und ich hab es bis vor kurzem kaum hingeschafft. Da mein Heimweg aber jetzt an einem Billa vorbeiführt, hab ich es endlich geschafft: Meine ersten Wunderlinge wurden gekauft.

Es gibt natürlich nicht das ganze Sortiment. Das was halt gerade zu haben ist.

Ich hätte heute Mini-Zucchini, Mini-Kartoffeln, Hagelschäden-Paprika und Riesen-Karotten bekommen.

Nach Zucchini wars mir heute nicht, die Paprika waren mir zuviel, Kartoffeln ess ich nicht, also wurden es Karotten. Da kann ich mir immer eine in die Arbeit mitnehmen - so als Snack zwischendurch. Käse und Speck drum herum - perfekt!

Zuhause hab ich sie dann genau inspiziert. Was steckt wirklich hinter den Wunderlingen?

Also die meisten sind wirklich sehr groß, manche aber auch normal. Ein paar sind bei der Hälfte abgebrochen. Das wars.

Was daran jetzt wunderlich sein soll, verstehe ich nicht. Ich mag sie! Und eine Kostprobe hat gezeigt - und jetzt anschnallen - sie schmecken wie Karotten schmecken müssen.

Ich liebe die Idee. Sie bewirkt ein Umdenken, wir schmeißen weniger weg und sie kosten weniger. Win-Win würd ich da mal sagen.

Jetzt fehlen nur noch die anderen Supermärkte und irgendwann sind die Wunderlinge vergessen und wir essen nur noch Lebensmittel, die wachsen dürfen, wie sie eben wollen... *träum*

/little MissBennet


Mittwoch, 22. Januar 2014

LCHF Quiz


Das LCHF Quiz ist online!

Teste Dein Wissen über LCHF und Ernährung.

Zum Quiz

Viel Spaß!

/little Miss Bennet

Donnerstag, 9. Januar 2014

Wenn die Wahrheit plötzlich nicht mehr stimmt


“Es ist verwirrend, wenn die Wahrheit plötzlich nicht mehr stimmt. Es war wie eine Bibel, dass man nach dem Tellermodell (Anm. Pyramidenmodell) essen soll. Allen im Gesundheitswesen ist das so gelernt worden.“
Ulf Rosenqvist, Oberarzt an der Klinik in Motala, Schweden

Die Aussage des schwedischen Oberarztes im Oktober 2013 hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Ich habe mich immer über die Ignoranz vieler im Gesundheitswesen aufgeregt. Es gibt neue Studien die deutlich aufzeigen, dass die Angst vor Fett unberechtigt, ja sogar in die völlig falsche Richtung geht. Dennoch halten sie an dem Pyramidenmodell fest. 
Nach dieser Aussage, kann ich dies jedoch nachvollziehen. Wir alle werden mit bestimmten Werten erzogen. Diese Werte bestimmen uns und unsere Wahrheit. Erweisen sich diese dann als falsch, will man dies nicht wahrhaben. Verständlich. Immerhin war es ja immer Richtig. Warum soll es jetzt falsch sein? 
Dennoch ist es wichtig, für Neues offen zu sein und sich neuen Studien und neuen Wahrheiten nicht zu verließen. Ganz besonders wenn es um unsere Gesundheit geht. 
Nun bin ich auf einen Artikel von einem amerikanischen Arzt gestoßen, den ich gerne mit euch teilen möchte. 
Dr. Dwight Lundell 
Wir Ärzte mit unserer tollen Ausbildung, unseren Fähigkeiten und unserer Autorität, schaffen uns oft ein großes Ego, welches es oft schwer macht, Fehler einzugestehen. 
So ist die Lage. Ich gebe gerne zu, dass ich falsch gelegen habe. Als Herzchirurg mit 25 Jahren Erfahrung, und nachdem ich über 5.000 offene Herzoperationen durchgeführt habe, ist es nun an der Zeit, richtigzustellen, was mit den medizinischen und wissenschaftlichen Tatsachen falsch ist. 
Ich habe mich viele Jahre zusammen mit anderen sehr erfolgreichen und heute sehr angesehenen Ärzten, ausgebildet. Ich wurde mit wissenschaftlicher Literatur bombardiert und habe ununterbrochen an Weiterbildungsseminaren teilgenommen, und als Experten haben wir bestimmend behauptet, dass Herzkrankheiten ganz einfach von erhöhtem Cholesterin im Blut kommt. 
Die einzig akzeptierte Behandlung waren cholesterinsenkende Medikamente und eine Ernährung, die das Fett sehr stark reduzierte. Wir haben darauf gepocht, dass letzteres das Cholesterin senkt und so Herzkrankheiten verhindert. Abweichungen von diesen Ratschlägen sahen wir als Irrlehre und würde sehr wahrscheinlich zu einer Fehlbehandlung führen. 
Es funktioniert nicht! 
Dieser Rat ist wissenschaftlich und moralisch nicht mehr zu verteidigen. Die Entdeckung vor ein paar Jahren, dass eine Entzündung in den Arterienwänden die wirkliche Ursache für Herzkrankheiten ist, bewirkt langsam eine Paradigmenwechsel wie Herzkrankheiten und andere chronische Krankheiten behandelt werden. 
Die seit langem etablierten Ernährungsratschläge haben eine Epidemie von Übergewicht und Diabetes ausgelöst, welche aus historischer Sicht alle anderen Epidemien, welche die Menschheit in Termen der Sterblichkeit, menschliches Leidens und erschütternden finanziellen Konsequenzen, in den Schatten stellt. 
Trotz dass 25 % der Bevölkerung teure Statine zu sich nimmt und trotz dass wir den Fettgehalt in unserer Kost entschieden gesenkt haben, werden heuer mehr Amerikaner an Herzkrankheiten sterben, als jemals zuvor. Eine Statistik der American Heart Association zeigt, dass 75 Millionen Amerikaner momentan an Herzkrankheiten leiden, 20 Millionen haben Diabetes und 57 Millionen haben Pre-Diabetes. Diese Krankheiten betreffen jedes Jahr immer mehr und immer jüngere Menschen. 
Einfach gesagt, ohne einen Entzündungsherd im Körper, ist es für das Cholesterin nicht möglich, sich in den Wänden der Blutgefäße anzusammeln und so Herzkrankheiten und Schlaganfälle zu verursachen. Ohne Entzündungsherd, würde sich das Cholesterin frei in unserem ganzen Körper bewegen – genau wie von der Natur vorgesehen. Es ist die Entzündung, die das Cholesterin sich anstauen lässt. 
Eine Entzündung ist nicht kompliziert – sie ist ganz einfach die natürliche Abwehr des Körpers gegen fremde Eindringlinge wie Bakterien, Toxide oder Viruse. Der Entzündungskreis ist in seiner Art perfekt um den Körper vor Bakterien und Virus zu schützen. Aber wenn wir den Körper chronisch gegen Schaden in Form von Giften oder Lebensmittel, welche für die Verarbeitung vom menschlichen Körper nie vorgesehen waren, aussetzen, entsteht ein Zustand, den man chronische Entzündung nennt. Eine chronische Entzündung ist gleich schädlich, wie eine akute Entzündung vorteilig ist. 
Welcher denkende Mensch würde sich selbst bewusst wiederholt für Lebensmittel oder andere Stoffe aussetzen, von welchen man weiß, dass sie dem Körper schaden? Ja, Raucher vielleicht, aber die haben ihre Wahl wenigstens bewusst gemacht. 
Der Rest von uns ist ganz einfach der Ernährungsempfehlung unserer Behörden gefolgt, die einen geringen Fettanteil, einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Kohlenhydraten beinhalten, ohne zu wissen, dass wir unsere Blutgefäße wiederholt schaden. Dieser wiederholte Schaden schafft chronische Entzündungen, die zu Herzkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes und Übergewicht, führt. 
Ich wiederhole. Der Schaden und die Entzündungen in unseren Blutgefäßen werden von fettarmer Ernährung verursacht, welche uns seit Jahren vom konventionellen Gesundheitssystem eingebläut wurde. 
Was sind die häufigsten Ursachen für chronische Entzündung? Es sind ganz einfach ein Übermaß an einfachen und verarbeiteten Kohlenhydraten (Zucker, Mehl und alle anderen Produkte, die aus ihnen hergestellt werden) und eine hohe Konsumation von Omega-6 vegetarischen Ölen wie Soja-, Mais- und Sonnenblumenöl, welche in sehr vielen verarbeiteten Lebensmitteln verarbeitet sind. 
Stellen Sie sich vor, dass Sie wiederholt eine steife Bürste über weiche Haut bürsten, bis die Haut rot wird und schon fast blutet. Machen Sie das mehrere Male am Tag, jeden Tag, für die nächsten 5 Jahre. Wenn Sie diese Behandlung aushalten, würden Sie Blutungen erhalten und eine geschwollene infizierte Stelle, die bei jedem Schaden/jeder Behandlung schlimmer und schlimmer werden würde. Das ist eine gute Möglichkeit, sich ein Bild des Entzündungsprozesses zu machen, welcher in Ihrem Körper gerade vor sich geht. 
Egal wo dieser Entzündungsprozess auftritt, extern oder intern, geschieht dasselbe. Ich habe in abertausende Arterien geschaut. Eine kranke Arterie sieht aus, als hätte jemand eine Bürste genommen und mehrere Male ihre Wände gebürstet. Mehrmals am Tag, jeden Tag, schaffen die Lebensmittel die wir essen kleine Schäden, die zu weiteren Schäden führen, die der Körper kontinuierlich und natürlich mittels einer Entzündung heilen muss. 
Während wir den süßen Geschmack eines süßen Brötchen genießen, reagiert unser Körper mit Alarm, wie wenn ein fremder Eindringling angekommen wäre und Krieg erklärt hätte. Lebensmittel, geladen mit Zucker und einfachen Kohlenhydraten, oder die Omega-6-Ölen beinhalten, damit sie länger halten, waren die Stützpfeiler der amerikanischen Ernährung in über 6 Jahrzehnten. Diese Lebensmittel haben langsam alle vergiftet. 
Wie kann der Verzehr eines einfachen süßen Brötchens eine Kaskade von Entzündungen verursachen, die einen krank machen? 
Stellen Sie sich vor, Sie verschütten Sirup über Ihre Tastatur. Dann haben Sie ein Bild von dem, was in Ihren Zellen geschieht. Wenn wir einfache Kohlenhydrate wie Zucker konsumieren, steigt unser Blutzucker schnell an. Die Bauchspeicheldrüse antwortet, indem sie Insulin ausschütten, wessen hauptsächliche Aufgabe es ist, den Zucker in Zellen zu transportieren, in denen sie für Energie gelagert wird. Wenn die Zellen voll sind und keine Glucose brauchen, werden sie weggeschickt, um zu vermeiden, dass der extra Zucker Probleme im System bereitet. 
Wenn die volle Zelle die extra Glucose ablehnt, steigt der Blutzucker, mehr Insulin wird produziert und die Glucose wird als Körperfett eingelagert. 
Was hat das mit der Entzündung zu tun? 
Der Blutzucker wird in einem sehr genauen Intervall kontrolliert. Extra Zuckermoleküle kleben sich an einer Menge verschiedener Proteine, welche dann den Blutgefäßen schaden. Diese wiederholte Schäden an den Blutgefäße lösen eine Entzündung aus. Wenn Sie mehrere Male am Tag einen hohen Blutzuckerspiegel haben, jeden Tag, ist es genau so, wie wenn Sie Schleifpapier gegen die Innenseite Ihres fragilen Blutgefäßes reiben würden. 
Selbst wenn Sie es nicht sehen können, versichere ich Ihnen, dass es so ist. Ich habe es bei mehr als 5.000 Patienten in 25 Jahren gesehen. Alle hatten eine Gemeinsamkeit: eine Entzündung in den Arterien. 
Lassen Sie uns zurück zum süßen Brötchen gehen. Etwas so unschuldiges wie ein Gebäck beinhaltet nicht nur Zucker. Es ist mit einem der vielen Omega-6-Ölen (zB Sojaöl) gebacken. Chips und Pommes Frites sind in Sojaöl getränkt und industriell hergestellte Lebensmittel werden mit Omega-6-Ölen hergestellt, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Auch wenn Omega-6 Fett wichtig ist und in allen Zellmembranen sitzt und kontrolliert, was in und aus der Zelle kommt, muss es in der richtigen Balance zu Omega-3 stehen. 
Wenn diese Balance mit einer zu hohen Konsumation von Omega-6 ins Ungleichgewicht kommt, produzieren die Zellmembranen Chemikalien, Cytokiner, die direkt Entzündungen verursachen. 
Die heutige konventionelle amerikanische Ernährung hat eine extreme Unbalance zwischen diesen zwei Fetten zustandegebracht. Das Verhältnis der Unbalance schwankt zwischen 15:01 und so hoch wie 30:01, wobei Omega-6 den größeren Teil stellt. Das ist eine enorme Menge Cytokiner, die Entzündungen verursachen. In der heutigen Zeit wäre ein optimales und gesundes Verhältnis 3:1. 
Um die Sache noch zu verschlimmern, schafft das Übergewicht, dass Sie von diesen Lebensmitteln mit sich herumtragen, überbelastete Fettzellen, welche große Mengen von Pro-Entzündungs-Chemikalien aussondern, welche die Schäden vom hohen Blutzucker noch weiter ausbreiten. 
Der Prozess, der mit einem süßen Brötchen eingeleitet wird, wird mit der Zeit zu einem Teufelskreis, der Herzkrankheiten, hohen Blutdruck, Diabetes und schlussendlich, Alzheimers hervorruft und der Entzündungsprozess geht ungehindert und mit unverminderter Kraft weiter. 
Wir kommen nicht um das Faktum herum, dass je mehr industriell hergestellte Lebensmittel wir konsumieren, wir die Entzündung immer weiter vorantreiben – Tag für Tag. Der menschliche Körper kann keine Lebensmittel, die mit Zucker vollgestopft und in Omega-6-Öl getränkt sind, hantieren und er ist auch nicht dafür geformt. 
Es gibt nur eine Antwort, um die Entzündungen zu entschärfen, und das ist die Rückkehr zu natürlichen Lebensmitteln. Um Muskeln aufzubauen, muss mehr Protein gegessen werden. 
Wählen Sie Kohlenhydrate, die sehr komplex sind, wie farbenfrohes Obst und Gemüse. Verringern oder verbannen Sie entzündungsverursachende Omega-6-Fette wie Mais- und Sojaöl und damit hergestellte Lebensmittel. Ein Esslöffel Maisöl beinhaltet 7,280 mg Omega-6, Sojabohnen beinhalten 6,940 mg. Verwende stattdessen Olivenöl oder Butter (Anm. keine Margerine). 
Animalische Fette beinhalten weniger als 20% Omega-6 und die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung ist viel geringer als die von vermeintlich gesunden mehrfach gesättigten Öle. Vergessen Sie „Wissenschaft“ die seit Jahrzehnten in unsere Köpfe geklopft wurde. Wissenschaft die besagt, dass gesättigtes Fett die einzige Ursache für Herzkrankheiten ist, gibt es nicht. Wissenschaft die besagt, dass gesättigtes Fett das Cholesterol im Blut erhöht, ist auch sehr schwach. Und weil wir jetzt wissen, dass das Cholesterol nicht die Ursache für Herzkrankheiten ist, ist die Angst vor gesättigten Fetten heute noch absurder. 
Die Cholesterol-Theorie führte zu „kein Fett“ und „wenig Fett“ Ratschlägen, die dann genau die Ernährung schuf, die eine Epidemie von Entzündungen verursachte. 
Die etablierte Medizin hat einen furchtbaren Fehler gemacht, als sie den Menschen geraten hat, gesättigte Fette zu vermeiden und Essen, reich an Omega-6-Fetten, vorzuziehen. Wir haben nun eine Epidemie von arteriellen Entzündungen, die zu Herzkrankheiten und anderen leisen Mördern führt. 
Was Sie tun können ist wieder die natürlichen Lebensmittel zu wählen, die Ihnen Ihre Großmutter servierte und nicht die, die Ihre Mutter angefangen hat zu verwenden, als die Lebensmittelregale mit Fertiggerichten gefüllt wurden. Durch das eliminieren des entzündungsfördernden Essens und das Zufügen von wichtigen Nährstoffen von frischen, unverarbeiteten Lebensmittel, können Sie die schädlichen Jahre Ihrer Arterien und Ihres Körpers, die Sie durch die Konsumation der typischen amerikanischen Ernährung erlebt haben, rückgängig machen. 

Anm. Dr. Dwight Lundell ist der ehemalige Chief of Staff und Chief of Surgery am Banner Heart Hospital, Mesa, AZ, USA. Seine private Praxis, Cardiac Care Center, war in Mesa, AZ, USA. Kürzlich verließ Dr. Lundell die Chirurgie um sich auf die Behandlung von Herzkrankheiten mittels Ernährung zu konzentrieren. Er ist der Gründer der Healthy Humans Foundation, welche Gesundheit fördert, mit einem besonderen Focus auf die Hilfe für große Unternehmen, Wellness und Gesundheit in den Unternehmen zu etablieren und auszubauen. Er ist der Autor von The Cure for Heart Disease und The Great Cholesterol lie.

 Was denkt ihr?

/little MissBennet

Sonntag, 17. November 2013

Warum selbst gemachte Schokolade


Zu meinem Post bezüglich selbst gemachter Schokolade gab es ein Kommentar, warum ich sie eigentlich selbst machen will. Da ich finde, dass das eine gute Frage ist und die Antwort etwas länger ausfällt, habe ich beschlossen, einen eigenen Post dafür zu machen.

Ich bin nicht wirklich eine Süße. Ich liebe zwar Schokolade, esse sie aber wirklich sehr selten. Vielleicht mal eine Tafel in zwei Monaten. Und auch sonst kommt bei uns eigentlich nichts süßes auf den Tisch.

Außer Schokolade und Kuchen mag ich nämlich nichts und Desserts wie Kuchen und co kommen seit LCHF fast nie auf den Tisch. Nicht, dass es nicht genügend Rezepte - wie der berühmte schwedische Kuchen Kladdkaka - für LCHF gäbe, die meisten sind mir einfach zu aufwendig und beinhalten oft spezielle Mehle, die in Österreich nicht leicht zu bekommen und schweine-teuer sind. Und wie gesagt - es kommt auch nicht oft vor, dass ich überhaupt Lust drauf habe.

Wenn ich mir aber einmal was schokoladiges gönne, wird es meist eine 85% Schokolade. Wie das Kommentar nämlich schon sagt, hat sie nämlich nicht soviele Kohlenhydrate bzw Zucker. Bei Sprüngli's 85% Schokolade sind das 19g Kohlenhydrate und davon 14g Zucker auf 100g. Geht also, wenn man nicht alles an einem Tag verputzt.

Warum also die Schokolade selber machen?

1. Weil ich es einfach liebe Sachen selbst zu machen/nachzubauen, die man sonst immer nur fertig kauft. Ich finde das total spannend und aufregend. Als ich meine ersten LCHF Nudeln gemacht habe, konnte ich mich vor Freude kaum halten (… und aß gleich das ganze Blech).

Wer macht schon seine eigene Schokolade? Schon etwas cool, oder?

2. Weil ich Zucker einfach böse bin. Er hat mir viele Kilos gekostet und tut meinem Körper einfach nicht gut. Ich will keine Kohlenhydrate zu mir nehmen, aber vor allem richtigen Zucker will ich aus meinem Leben verbannen.

Kohlenhydrate ganz auszublenden ist schwer, weil es auch in Gemüse und co steckt. Zucker hingegen ist kein Problem. Kann ich ihn ganz verbannen, mach ich das gerne.

Und Zucker wird jeder Schokolade hinzugefügt.

3. Ich will wissen was drinnen ist.

In meiner Sprüngli Schokolade ist enthalten:
Kakaomasse, Kakaobutter, fettarmes Kakaopulver, Rohrohrzucker, Vanille und kann Spuren von Haselnüssen, Mandeln, Milchbestandteilen und Sojalecithin enthalten.

Alles halb so schlimm, oder?

Klar, aber ich will schon garnicht "fettarm" lesen. Ich will mein Fett! Rohrohrzucker will ich, wie gesagt, auch nicht. Außerdem müssen Zusatzstoffe nicht angegeben werden, wenn sie im Endprodukt keine Funktion mehr haben. Ob das nun bei meiner Tafel Schokolade zutrifft, weiß ich nicht.

Wenn ich sie selbst mache, kenne ich aber die Zutaten besser.

Ich bin ein großer Fan von der Paleo-Idee und versuche daher keine produzierten Produkte zu kaufen. Leider geht das bei mir nicht immer. Vor allem bei exotischen und nicht natürlich fertigen Lebensmitteln. Die Kakao-Bohne will bei mir nämlich einfach nicht wachsen ;)

Die Idee ist aber toll und ich will sie weitestgehend in mein Leben einbauen. Fast alles, was ein durchschnittlicher Österreicher heute so isst, ist in irgendeiner Weise produziert oder maschinell verarbeitet. Dabei verlieren frische, unbehandelte Produkte oft ihren Stellenwert. Dabei schmeckt Tomatensoße aus frischen Tomaten selbst gemacht, viel besser, als die fertige Tomatensoße aus dem Supermarkt.

Muss dann nicht auch eine selbst gemachte Schokolade besser sein? Schon allein die Mühe die dahinter steckt, macht die Schokolade doch schon viel besser oder?

4. Meine Lieblingsschokolade ist Nuss-Schokolade und die gibt es bei uns mit 85% oder mehr leider nicht. Auch das ist ein Vorteil, wenn ich meine Schokolade selbst mache - Ich kann reingeben, was ich will.


Fakt ist, dass ich - sobald das Rezept steht - vermutlich nicht mein Leben lang Schokolade selbst mache. Aber wenn ich Zeit und Lust habe; warum nicht? Es ist etwas besonderes und man isst es sicher mit einem stärkeren Bewusstsein und mehr Freude.

Ich habe übrigens schon ganz tolle Ideen bekommen, wie ich den bitteren Geschmack etwas eindämmen kann. Jetzt wird also nur noch gewartet, bis der Supermarkt morgen aufsperrt und dann wird getestet was das Zeug hält!

/little MissBennet

Mittwoch, 13. November 2013

Tiefgefrorenes Gemüse - Falsche Vorstellungen


J wollte gestern ein chinesisches Wok-Gericht. Er ist momentan überhaupt auf einer internationalen Welle - schwedisches oder österreichisches Essen ist momentan nicht sein Favorit.

Na jedenfalls gehört in so ein Wok-Gericht jede Menge verschiedenes Gemüse und da ich von haus-aus sehr faul bin und mich nicht stundenlang zum gemüse-schnibbeln in die Küche stellen will, wurde tiefgefrorenes Asia-Gemüse gekauft.

Na was wird da wohl drinnen sein? Gemüse natürlich! Tiefgefrorenes Gemüse ist doch einfach frisches Gemüse klein geschnitten und eingefroren. Zusatzstoffe? Na wo sollen die denn hin? Nix, da ist sicher nur Gemüse drinnen.

Außerdem heißt es ja, dass tiefgefrorenes Gemüse sogar gesünder ist, weil es noch wirklich alle Nährstoffe wie direkt nach der Ernte hat.

Ehrlich? Vielleicht bin nur ich so dumm, aber ich konnte mir wirklich nicht vorstellen, wo man bei Gemüse Zusatzstoffe reinmachen soll. Kappier ich heute noch nicht. Klar werden die am Feld wahrscheinlich gespritzt, aber das hat leider auch nichts mit meinem Ärger zu tun.

Zuhause angekommen wollte ich schauen, ob auch Zwiebel schon drinnen ist. Für mich gehört Zwiebel nämlich zu einem Wok einfach dazu. Was ich dann gesehen habe, hat mich dann doch vom Hocker gehauen:


Wenn ich mir Pfannengemüse kaufe, rechne ich mit Gemüse und nicht mit einem fertigen Wok-Gericht!

Was findet man außer Gemüse? Zucker, Salz, Gewürze, Sojasaucenpulver und Maltodextin.

Zur Folge hat das dieses hier:


Statt 1,5 g Kohlenhydrate pro 100g, sind es jetzt 5,7g - 4,2g davon Zucker.

Gott sei Dank habe ich den ganzen Tag noch keine Kohlenhydrate gegessen gehabt und noch einen Puffer. Fakt ist aber, dass ich keinen Zucker esse und essen will! Egal ob sich das in meiner Tagesbilanz noch ausgeht oder nicht.

Wenn ich tiefgefrorenes Gemüse kaufe, will ich auch dieses. Ich will weder Zucker, noch Salz noch sonst irgendeinen Blödsinn. GEMÜSE SONST NICHTS!

Wir verwenden so gut wie nie tiefgefrorenes aus dem Supermarkt, aber ehrlich gesagt war ich dumm genug zu glauben, dass wenn ich Gemüse kaufe, ich Gemüse bekomme. Hätte ich doch - wie sonst immer - einfach die Packung mal umgedreht…

Was anderes wäre es auch gewesen, hätte diese Packung bei den Fertigprodukten gelegen. Das ist es nämlich. Ein Fertigprodukt. Einfaches gefrorenes Gemüse hat keine Soße oder Gewürze dabei! Und zu den Fertigprodukten wäre ich erst garnicht gegangen.

Stattdessen lag es beim gefrorenen Gemüse, wo man mich mal schön dumm über den Tisch ziehen kann.

Ich ärgere mich so viel! Über mich selbst, aber auch über den Hersteller. Warum kann es nicht einfach gefrorenes Gemüse geben - ohne anderen Blödsinn? Warum?

Für mich bedeutet das nämlich nächstes Mal: schnibbeln, schnibbeln, schnibbeln…

Geht's euch manchmal auch so?

/little MissBennet

Freitag, 27. September 2013

We are family



Das schönste daran, wieder in Österreich zu wohnen, ist die Nähe zu meiner Familie. Ich habe nämlich die Beste! 

Sie kümmern sich wirklich in allen Lebenslagen um einen. Und weil beide Großeltern Bauern sind/waren kommen vor allem die Lebensmittel nicht zu kurz.

Diese tollen Sachen bekam ich zum Beispiel diese Woche mit. Massenweise Tomaten und Gemüse von meinem Vater und meiner Oma L, Weintrauben von meinem Onkel/Opa S, Äpfel von meinem anderen Onkel/Opa L.

Ich musste die ganze Woche fast nichts einkaufen, denn es wurde bereits fast alles verarbeitet. Die Tomaten zu Tomatensoße für die Taccos, der Kürbis für eine Kürbissuppe, der Zucchini für ein Zucchini-Pürree und das restliche Gemüse als Beilage zu sonstigen Gerichten. Die Äpfel und die Weintrauben hat J schon fast alle weggeputzt.

Das tolle an den Sachen ist aber vor allem die Qualität. Das ist keine Massenware und das sieht und schmeckt man. Der eine Zucchini war so groß wie mein Arm!!

Einen riesen Dank an meine Familie für die tollen Produkte, die ich immer wieder genießen darf. Ihr seid die BESTEN!

Rezepte sind am Weg...

/little MissBennet

Mittwoch, 18. September 2013

I'll be back!


Blödsinn! I am back! Und zwar fit wie mein Turnschuh und voller Elan.

Endlich ist es hier wieder etwas ruhiger und ich kann mich wieder mehr auf meinen Blog, Euch, mein Training und meine Ernährung konzentrieren.

Deshalb arbeite ich gerade an einem Post mit einem neuen Rezept. Gestern gab's nämlich einen Kartoffelauflauf LCHF-Style. Natürlich gefaked und ohne Kartoffeln, aber geschmeckt hat's wie ein richtiger Kartoffelauflauf; wenn nicht sogar besser. Da werd ich gleich wieder hungrig...

Bezüglich der Koch-Challenge, die ich natürlich nicht vergessen habe, gibt es leider noch immer nichts Neues. Ich finde einfach dieses blöde Mandelmehl hier nicht. Irgendjemand aus Österreich hier, der weiß wo ich das bekomme? J sollte mir ja eines aus Schweden mitbringen, aber hat natürlich vergessen. Also, nicht auf mich böse sein: J ist schuld ;)

Apropos. Komme ja gerade vom Fitnesscenter und schlürfe meinen Proteindrink - Schokolade-Kokos. Davor hatten wir einen Ananas-Kokos, der mir bei weitem besser geschmeckt hat, aber nicht so tolle Inhaltsstoffe hatte. Welche Geschmäcker/Produkte verwendet ihr? Gibt's da Favoriten?

So, bis später!

/little MissBennet

Samstag, 29. Juni 2013

What if we´re wrong about Diabetes?

Ich liebe ja TED Videos und TEDx Videos. Super intelligente Leute sprechen hier über spezielle Themen; werfen neue Ideen in den Raum und revolutionieren unser Denken.

Kürzlich habe ich bei Kostdoktorn.se eines entdeckt, dass mir entgangen war.

Dr. Peter Attia spricht hier über seine Erfahrung und Einsichten bezüglich Diabetes. Ganz offen für neue Vorschläge und ganz emotional. Er wirft eine Frage auf:


Was ist, wenn wir bei Diabetes falsch liegen?





Es dauert nur 15 min und ist absolut sehenswert!

/little MissBennet

Donnerstag, 27. Juni 2013

Ja, ich bin in einer Sekte


Ich muss mich ja schon wieder soviel aufregen! Die mich kennen wissen, dass ich ein sehr fairer Mensch bin. Ich halte nichts von Doppelmoral. Man kann nicht X kritisieren und dann X selbst machen. Soetwas tut man nicht und aus!

Grund dafür ist ein Eintrag auf Kostdoktorn.se. Naja, eigentlich der darin verwiesene Link zu einem Artikel von einer Ernährungsberaterin, Johanna Ekne. Der Artikel nennt sich "Mat-sekten" (Essens-Sekte).

Im Großen und Ganzen handelt der Artikel darum, dass wir wie eine Sekte sind, weil wir LCHFler uns gegenseitig fertig machen/kritisieren. Stellt jemand ein Foto von seinem Essen ins Internet und da sind 3 Maiskörner drauf, wird es sofort von anderen LCHFlern kritisiert. "Das ist aber kein LCHF", "Das isst du?" und co. Das macht man nicht, denn viele fühlen sich dadurch gekränkt und man fühlt sich ausgeschlossen. Das Resultat ist, dass diese dann noch strenger werden, bis sie ganz strikt LCHF essen.

Es soll sich hingegen jeder an seine Toleranzgrenze herantasten.

Dann aber geht sie dazu über, die strikten LCHFler stark zu kritisieren. Hauptsächlich, weil sie so genau sind und laut ihr, keinen Spaß mehr am Essen haben, weil sie immer ihren Ketos messen.

Erstmals muss ich sagen, dass es mich extrem stört, dass sie allgemein die LCHFler verurteilt, die andere LCHFler kritisieren, gleichzeitig kritisiert sie jedoch die strikten LCHFler. Soetwas macht man nicht! Fair muss man dann schon bleiben.

Was LCHF für eine Sekte sein soll frage ich mich aber. Eine solch liberale Sekte, habe ich schon lange nicht gesehen! Alle, die zwischen 0-50g Kohlenhydrate essen, dürfen sich LCHFler nennen. Und der Austritt wird einem noch leichter gemacht: Einfach ein Butterbrot essen - fertig! Isst du mal eines, isst aber dann wieder unter 50g Kohlenhydrate, darfst du trotzdem dabei bleiben. Macht nix!

Also wenn das eine Sekte ist: 
I´M IN HONEY!

Ich finde ja sowieso, dass alle die keine Kritik vertragen keine Bilder/Beiträge/What-so-ever ins Internet stellen sollten. Abgesehen davon glaube ich kaum, dass diese Kommentare als Kritik gemeint sind.

Ich kommentiere ja generell reichlich wenig, aber ich denke mir oft "Wow kann die das essen? Wenn ich nur ein Maiskorn esse, nehme ich schon 3kg zu" oder "He, hab garnicht gewusst, dass man das essen darf! Stimmt das? Wenn ja, gibts das ab morgen jeden Tag" oder "Weiß X, dass das eigentlich nicht gut ist?". Mit all diesen Gedanken/Kommentaren meint man doch nicht immer gleich was böses, sondern will oft nur informieren oder helfen.

Es ist doch toll, wenn wir uns gegenseitig austauschen oder? Ich freu mich, wenn X etwas Mais essen kann, andere können es nicht. Haben diese nicht auch das Recht, sich mitzuteilen und vielleicht andere zu finden, die das gleiche Problem haben? Es ist nicht immer alles Kritik!

Und warum glaubt denn eigentlich schon wieder jemand, dass wIr Menschen dumm sind? Jeder tastet sich selbst an seine optimale Kost heran! Keiner wird eine Ernährung weitermachen, obwohl es ihm schlechter und schlechter geht, nur weil Andere es ihm empfehlen. Aber man braucht doch einen Anhaltspunkt. Wo beginne ich? Was sind die grundlegenden Prinzipien?

Ohne diese und die Hilfe derer, die den Weg schon gegangen sind, hätte es 50 Jahre gedauert, bis ich meine optimale Kost gefunden hätte...

Manche entscheiden sich später für ein striktes, andere für ein normales oder liberales LCHF. Und alle 3 haben eine vollwertige Daseinsberechtigung.

Ich esse nicht so strikt wie Sudda momentan, aber bin zB auch kein Fan von Ersatz-Mehlen oder Ersatz-Süßstoffen genau wie Schnitzel in seinem LCHF Blog. Ich messe mir meinen Ketos nicht und wiege mein Essen nicht, um die Kohlenhydrate zu erfahren. Ich esse einfach die Lebensmittel, die erlaubt sind und beim Gemüse überschlage ich das schnell Phi-mal-Daumen im Kopf. Hin und wieder überprüfe ich mich dann doch ;) Nicht, dass der Daumen zu groß wird. Meist liege ich zwischen 2-15g pro Tag.

Jedenfalls erkläre ich Sudda, Inka oder liberaleren LCHFlern nicht, wie sie es machen sollen oder das mein "Phi-mal-Daumen"-System das Richtige ist. Es ist das Richtige für MICH. Ich muss mich an meine optimale Ernährung selbst rantasten, keiner macht das für mich. Aber Gott bin ich froh, dass ich alle anderen habe, um mir Ideen zu holen und andere Sichtweisen kennenzulernen!

Immerhin bin auch ich nicht allwissend (kaum zu glauben nicht wahr?)

Also: Ich will bitte weiterhin konstruktive Kritik in meinem Blog und ich hoffe, dass ich andere dazu inspirieren kann, IHREN eigenen Weg zu finden. Besteht dieser Weg aus unter 50g Kohlenhydraten pro Tag:

WILLKOMMEN IN UNSERER "SEKTE"
ICH VERSPRECHE DIR, ES WIRD DIR GEFALLEN

/little MissBennet